Es ist Herbst! Und damit auch wieder die ideale Zeit für Ausflüge. Das Angebot ist so bunt wie die Farben des Herbstes – natürlich in Brandenburg! Auf geht es zum Wandern, Rad fahren oder Kultur genießen!
Unterwegs in der Uckermark
Grumsiner Genusswanderweg
Im Herzen des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Berlin, liegt der Buchenwald Grumsin. Er ist seit 2011 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ und Brandenburgs einziges UNESCO-Weltnaturerbe. Entlang des Grumsin führt der Grumsiner Genusswanderweg. Ein türkisfarbenes „G“ weist den Weg ab dem Bahnhof Angermünde. Auf einer Strecke von 17 Kilometern kann man dabei die Angebote regionaler Produzent:innen entdecken. Der Weg verbindet Ausflugsziele und die Natur miteinander. Er führt über die Orte Sternfelde, Schmargendorf, Zuchenberg, Luisenhof und Altkünkendorf. Und unterwegs kann man so dabei beispielsweise die Mosterei Klimmek mit Hofladen sowie das Hofcafé von Hemme Milch mit Schauproduktion, Spielhof mit Kindertraktoren, Spielplatz und Milchkühen besuchen. Am Infopunkt Altkünkendorf gibt es einen Aussichtsturm und dort ganz in der Nähe befindet sich die Grumsiner Brennerei, die auch Führungen und Verkostungen anbietet.

Genusswanderweg, Foto: R. Suckow
Tipp: Wer nicht die ganze Strecke komplett wandern möchte, kann den Welterbebus nutzen und so einzelne Etappen zurücklegen. Für eine Familienwanderung eignet sich auch die sechs Kilometer lange Strecke vom Luisenhof bis zum Areal von Hemme Milch.
Anfahrt: z. B. mit![]()
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bis Bf Angermünde
Weitere Informationen unter: welterbe-grumsin.de
Natur pur
Von Moor zu Moor am Roofensee
Moore – für viele sind sie geheimnisvoll, mystisch, unheimlich. Naturwissenschaftlich betrachtet sind sie Lebensräume für eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Und wer auf dem Moorerlebnispfad wandert, kann viel erleben. Start dieser elf Kilometer langen Tour ist am NaturParkHaus Stechlin in Menz, das in der Brandenburgischen Seenplatte liegt. Der Weg führt dort durch einen kleinen Park hinunter zu einem See. Der Markierung folgend, wandert man am Ufer des Rofensees zur ersten Infotafel. Danach verlässt man das Ufer und überquert auf einem Holzsteg eine Moorfläche. Entlang des Polzowkanals kommt man zu einem alten Forstweg, von dem aus es durch ein Gebiet mit verschiedenen Arten von Mooren geht. Vor dem großen Barschsee, der auch ein Moor ist, geht es zurück in Richtung Polzowkanal. An der Nordspitze des Roofensees angekommen, verlässt man den Erlebnispfad Richtung Seeufer. Die letzte Etappe führt auf einem Radweg oberhalb des Sees zum Ausgangspunkt zurück. Oder man folgt dem Weg am Ufer des Sees zum Strandbad Menz und weiter auf einem Pfad zurück zum NaturParkHaus Stechlin.

Spaziergänger am Roofensee, Foto: TMB-Fotoarchiv / Wolfgang Ehn
Anfahrt: z. B. mit
von Berlin Hbf bis Bf Fürstenberg (Havel), weiter mit
839 bis Menz „Am Friedensplatz, Stechlin“
Weitere Informationen unter: reiseland-brandenburg.de/wandern
Schönstes vom Spreewald
Rundtour um Lübbenau
Auf dieser 24 Kilometer langen Rundtour ist man circa sechs bis sieben Stunden unterwegs – ideal also für einen Tagesausflug. Oder man bleibt einfach über Nacht in der Region. Angebote dafür finden sich reichlich. Auf der Tour gibt es den Spreewald ganz pur zu erleben. Der Abschnitt am Leiper Weggraben ist sogar einer der schönsten Wege im Spreewald. Der Wanderweg verläuft auf einem Damm, der von schönen Baumreihen gesäumt ist, durch dichten Sumpfwald. Mit dem Restaurant Wotschofska und dem Schloss Lübbenau liegen auch zwei echte Wahrzeichen des Spreewalds an der Strecke. Der Beginn der Wanderung ist am Großen Hafen. Hier passiert man auch das Schloss Lübbenau mit seinem malerischen Schlosspark. Der Weg führt dann entlang eines Teiches weiter auf dem beliebten Wotschofska Wanderweg. Nach wenigen Gehminuten ist man nur noch von Fließen, Mooren und Bäumen umgeben. Über sieben Brücken geht es um die Erleninsel Wotschofska, wo man im gleichnamigen Gasthaus eine Rast einlegen kann. Danach geht es weiter durch einen ruhigen, idyllischen Hochwald auf dem Fontaneweg in Richtung Waldschlösschenstraße auf dem man den Spreewaldort Burg (Spreewald) passiert. Von hier aus führt der Weg in Richtung Leipe und dann auf dem Leiper Weg zurück nach Lübbenau. Start und Ziel ist am Bahnhof Lübbenau.

Schloss Lübbenau, Foto: TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann
Anfahrt: z. B. mit
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bis Bf Lübbenau (Spreewald)
Weitere Informationen unter: spreewald.de/wandern
Kunst erwandern
Der Internationale Kunstwanderweg im Fläming
Dieser Weg verbindet Bad Belzig mit dem Ort Wiesenburg. Er verknüpft Kunstobjekte mit der Landschaft des Hohen Flämings. Am Wegesrand setzen 28 Kunstwerke in der sanften Landschaft aus Wäldern und Wiesen wie Landmarken ihre Akzente. Sie beziehen sich jeweils auf ihren Standort. So wird unter anderem auch die sächsische Postmeilensäule passiert, die ein Zeugnis der Zeit ist, als hier die nördliche Grenze Sachsens verlief. Der Weg kann auf der 19 Kilometer langen Nordroute oder auf der 16 Kilometer langen Südroute zwischen Wiesenburg und Bad Belzig auch als Streckenwanderung gelaufen werden. Oder auch von Bad Belzig (18 Kilometer) und Wiesenburg (20 Kilometer) als Rundwanderung. Mit Augmented Reality (AR) kann man unterwegs auch digitale Kunst entdecken. Mithilfe einer App wird sie in die reale Umwelt eingefügt und auf einem Endgerät wie Smartphone oder Tablet sichtbar gemacht. Auf der Südroute haben fünf internationale Künstlerinnen und Künstler Augmented-Reality-Kunstwerke geschaffen. Sechs bestehende Kunstwerke wurden mit Avataren ausgestattet, die Wandernden ihre Werke dann persönlich vorstellen.

Foto: TVF / Maike Schönefeld
Anfahrt: z. B. mit
bis Bf Bad Belzig oder Bf Wiesenburg (Mark)
Weitere Informationen unter: naturparkhoherflaeming.de
Natur und Kultur an der Elbe
Wittenberge entdecken
Wittenberge in der Prignitz besticht mit seiner Lage an der beeindruckenden Landschaft der Elbtalaue im UNESCO-Biospärenreservat und lässt sich mit Bewegung, und dennoch sehr komfortabel, in fünf Stunden mit dem Rad bestens erkunden. Auf zwölf Kilometern gibt es viel zu sehen: Die Strecke hält über 20 Highlights bereit. Vom Lokschuppen über die Elbuferpromenade bis zu einer der größten Turmuhren Europas. Start und Ziel ist am Bahnhof, der 1846 im klassizistischen Stil erbaut wurde. Seit Kurzem erst steht hier auch der aufwendig sanierte ehemalige Mitropasaal im Bahnhofsempfangsgebäude offen. Den besten Ausblick hat man vom 1928 erbauten Uhrenturm. Auf sechs Etagen erfährt man viel über die wechselvolle Geschichte des Turmes, des einstigen Nähmaschinenwerkes, und der Stadtentwicklung. Übernachten kann man ab sofort in den neuen schwimmenden Iglus in Nedwighafen auf dem Wasser. Die außergewöhnlichen Unterkünfte verbinden modernen Komfort mit Ruhe, Natur und einem ganz besonderen Blick auf die Elbe.

IGLU’s in Nedwighafen, Foto: Jeannette Küther
Anfahrt: z. B. mit
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bis Bf Wittenberge
Weitere Informationen unter: reiseland-brandenburg.de | elbwaerts455.de
Showtime im Badehaus
Medien-Kunst in Beelitz Heilstätten
Nach Jahren des Leerstands, in denen sich die Natur das historische Badehaus in Beelitz-Heilstätten zurückeroberte, wird das Gebäude jetzt zu neuem Leben erweckt. Mit NEBULA Art Space gibt es dort nun einen Ort für Medienkunst, der die besondere Architektur und Geschichte des Gebäudes mit zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten verbindet. Hier gibt es immersive Arbeiten aus Licht, Klang und Projektion und die Werke greifen direkt in die bestehende Architektur ein, erweitern und verändern sie. Die digitale Kunst verlässt dabei den Bildschirm, wird durch Projektionen räumlich erfahrbar. Auf 960 Quadratmetern Projektionsfläche in zehn Ausstellungsräumen entsteht so die größte dauerhaft bespielte Medienkunstinstallation der Region. Hinter NEBULA steht das international tätige Medienkunststudio XENORAMA aus Potsdam. Die Künstler:innen und Kreativen des Kollektivs entwickeln seit vielen Jahren audiovisuelle und raumgreifende Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Architektur. Mit NEBULA entsteht nun erstmals ein dauerhafter Ort, an dem diese künstlerische Praxis langfristig weiterentwickelt und gezeigt werden kann.

Foto: Xenorama
Anfahrt: z. B. mit
bis Bf Beelitz-Heilstätten
Weitere Informationen unter: intonebula.com
Von der Sonne verwöhnt
Brandenburger Wein genießen
Die Sonne lässt in der Region Trauben von sehr guter Qualität reifen. Und so gibt es auch in Brandenburg eine Weinlese. Wer brandenburgische Weine mal probieren möchte, sollte auch mal ein Weinfest besuchen. So findet beispielsweise im Seenland Oder-Spree das diesjährige Weinfest mit Federweißer und Roter Sauser am 19. und 20. September statt. Angeknüpft an die jahrhundertalte Tradition des Weinbaus werden dort seit 2003 auf dem „Lange Rücken“ und dem „Pillgramer Jacob“ in Pillgram seit 2014 wieder verschiedene Rebsorten auf einer Fläche von insgesamt 18 Hektar angebaut. Geöffnet ist am Samstag von 12 bis 23 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Anfahrt: z. B. mit
bis Bf Pillgram
Weitere Informationen unter: weingut-patke.de
Zu den bedeutendsten Weinorten Brandenburgs gehört die Stadt Werder an der Havel. Von landesweit insgesamt 50 Hektar Weinbaufläche in Brandenburg, entfallen auf die oberhalb der Havelseen gelegenen Weinberge Werders des Weingutes Wachtelberg allein zehn Hektar. Angebaut werden Sorten wie zum Beispiel Müller-Thurgau, Regent, Sauvignon Blanc und Dorn-felder. Den Weinherbst veranstaltet das Weingut in diesem Jahr am 7. und 8. November jeweils ab 10 Uhr. Zum Wein werden Grillwürste, Backkartoffeln und Räucherfisch geboten.
Anfahrt: z. B. mit
bis Bf Werder (Havel)
Weitere Informationen unter: weinbau-lindicke.de

Weinberg Wolkenberg am Tagebau Welzow, Foto: TMB-Fotoarchiv / Steffen Lehmann
Einkehren und genießen
Kulinarische Genüsse in angenehmem Ambiente – auch das gibt es unterwegs zu entdecken: Schöner kann die Tour nicht ausklingen, während im Kopf die Eindrücke von unterwegs Revue passieren.Wandern mit Hund: Touren für Zwei- und Vierbeiner
Hundefreundlich, hundetauglich, auch da hat Brandenburg die Nase vorn. Hier können Vierbeiner mit auf Wandertour gehen.Weitere Infos und Inspiration unter:
reiseland-brandenburg.de

