In der Halle herrscht am 30. Januar emsiges Treiben: Helfende rollen Lebensmittel-Kisten hinein, andere sortieren Gemüse, Obst und Brot. Und über all dem prangt ein Spruch an der Wand: „Die Welt können wir nicht retten. Lebensmittel schon.“ Die Halle 1 auf dem Großmarkt an der Beusselstraße ist das Herzstück der Berliner Tafel e.V.: 1993 wurde der Verein von Sabine Werth in Berlin gegründet. Allen Menschen zu helfen, die Hilfe bedürfen – das ist ihre Devise. Seitdem ist viel geschehen: Mittlerweile gibt es mehr als 960 Tafeln in ganz Deutschland.
Sabine Werth begrüßt die kleine S-Bahn-Delegation, die einen Spendenscheck in Höhe von 3.077 Euro und noch einmal 398 Euro in bar dabeihat. Das Geld stammt aus dem Verkauf ausgemusterter Teile der Baureihe 485. Sabine Werth zeigt ihnen, wie hier, auf rund 6.000 Quadratmetern, die angelieferten Waren angeliefert, sortiert und für die nächste Tour bereitgestellt werden. „Es ist tagtäglich ein logistischer Kraftakt, denn wir unterstützen mittlerweile rund 400 soziale Einrichtungen in Berlin – von Obdachlosen-Beratungsstellen und Notübernachtungen über Frauenhäuser bis hin zu Kinder- und Jugendeinrichtungen“, sagt die 69-Jährige. „Hier erreichen wir rund 95.000 Menschen.“
Hinzu komme dann noch „Laib und Seele“ mit insgesamt 48 von der Tafel und Kirchengemeinden organisierten Lebensmittel-Ausgabestellen in der Stadt. „Die Spende ist eine große Hilfe für uns“, sagt Werth. „Vielen lieben Dank dafür. Wir können jeden Cent gut gebrauchen.“ | Christiane Flechtner
Wer ehrenamtlich helfen möchte: Das Ehrenamtsteam ist per E-Mail ehrenamt@berliner-tafel.de oder Telefon 030 68815003 oder 030 68815009 erreichbar.

