Kabel, Rohre, Messfühler, Turbinen, Monitore: Wer in das Erdgeschoss der Friedrichshainer Waldeyerstraße 10 kommt, findet sich in einer ganz besonderen Welt wieder: Der „Maschinenraum“ des Escape-Rooms „Climascape“ lädt Kinder und Jugendliche von der 6. bis zur 10. Klasse ein, in eine spannende Geschichte einzutauchen – und dabei mehr über die Themen Klimagerechtigkeit und demokra­tische Teilhabe zu lernen. Ziel ist es, kleine Miniroboter in ihrem Öko­system zu retten. Damit das gelingt, müssen die Teilnehmenden allerlei Aufgaben lösen. „Mit unserem gamebasierten Konzept wollen wir jungen Menschen eine Lernerfahrung mit Spiel und Spaß bieten, die sie dazu anregt, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln“, erklärt Max Adam, Vorstandsmitglied des Vereins „SPIELEHREI“. Die Kinder entwerfen Ideen für Klimaschutz und -anpassung in der Hauptstadt, die im Herbst dem Senat übergeben werden sollen.

Für sein Engagement wurde der Verein am 23. Juli von der S-Bahn Berlin und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) aus­gezeichnet. Seit 2018 lobt das Unternehmen gemeinsam mit dem VBB im Namen der Länder Berlin und Brandenburg einen Preis für Umwelt- und Sozialprojekte aus, die der Region zugute kommen. „In diesem Jahr haben sich wieder viele beeindruckende Projekte bei uns beworben, die Auswahl der besten fiel nicht leicht“, sagte Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB. S-Bahn-Chef Heiko Büttner ergänzte: „Wir machen uns nicht nur für die Mobilität in der Region stark, sondern wollen auch das soziale Engagement würdigen und fördern.“

 

Helfer auf vier Pfoten

Auch der „Kinderschutzengel e. V.“ konnte die Jury mit seinem Projekt überzeugen und freute sich über einen Scheck: Seit 2005 besuchen die Mitglieder des Vereins mit ihren Therapiebegleithunden junge Patient:innen zwischen drei und 18 Jahren in Berliner und Potsdamer Krankenhäusern und begleiten sie während ihrer Behandlungen. Die Australian Shepherds stehen Kindern und Jugendlichen zur Seite, wenn ihnen zum Beispiel Blut abgenommen wird oder sie auf Operationen vorbereitet werden. „Die Hunde bringen ein Stück Normalität zu den kleinen Patient:innen ins Krankenhaus. Durch ihre Anwesenheit beruhigen sie sich und sind bei den Behandlungen abgelenkt, Ängste werden abgebaut“, erklärte Jacqueline Boy, Gründerin des Vereins.

Vor ihrem ersten Einsatz werden die Fellnasen professionell ausgebildet. Sie lernen unterschiedliche Situationen und Abläufe in den Kliniken kennen und werden auf ihre besondere Aufgabe vorbereitet. Regelmäßige Gesundheitschecks sind dabei für die Tiere Pflicht. „Das Preisgeld unterstützt uns dabei, neue Therapiebegleithunde auszubilden, denn der Bedarf ist sehr groß und wächst weiter. Mit dieser Spende finanzieren wir auch Tierarzt- und Unterhaltskosten“, bedankte sich Boy. | Kristin Lübcke

 

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