Das Pilotprojekt „Sanitätsdienst S-Bahn Berlin“ wird bis zum 30. April verlängert. Das Unternehmen will so weitere Erkenntnisse gewinnen, inwieweit sich der Einsatz der Sanitäter:innen positiv auf den Betriebsablauf auswirkt.
Neu ist, dass ab dem 19. Januar der Bahnhof Zoologischer Garten mit einem Sanitätsteam besetzt ist – und nicht mehr wie bisher der Bahnhof Alexanderplatz. „Wir haben seit dem Start des Pilotprojekts festgestellt, dass der Bedarf am Bahnhof Zoologischer Garten größer ist“, sagt Steven Anders, Leiter Leitstelle Sationen bei der S-Bahn Berlin.
Unverändert bleibt der Einsatz am Hauptbahnhof. An beiden Stationen sind je zwei Sanitäter:innen des Deutschen Roten Kreuzes stationiert, die sich um erkrankte oder verletzte Personen kümmern sollen. Die Helfer:innen sind montags bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr vor Ort.
Kommt es in dieser Zeit zu einem Notfall im Zug, gehen die Sanitäter:innen, sobald der Zug im Bahnhof eingefahren ist, zu dem betroffenen Fahrgast und schätzen ein, ob die Erstversorgung auf dem Bahnsteig vorgenommen werden kann. Sie übernehmen anschließend die Betreuung, bis der Rettungsdienst eintrifft – und der Zug kann seine Fahrt fortsetzen.
Hintergrund des Pilotprojekts ist, dass Notarzteinsätze zuletzt immer häufiger eine große Anzahl von Zugausfällen und Verspätungsminuten bei der S-Bahn Berlin verursacht haben. Mit dem Einsatz der Sanitäter:innen erhofft sich das Unternehmen, die Auswirkungen von Notarzteinsätzen auf den Betrieb deutlich zu reduzieren. Seit dem Start des Projekts im November 2025 konnte bereits mehreren Fahrgästen geholfen werden.

