Wenn viele verschiedene Charaktere aufeinandertreffen, klappt nicht immer alles reibungslos. Trotzdem ist es unerlässlich, in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und den gegenseitigen Respekt nicht zu verlieren. DB Regio Nordost ist es wichtig, dass sich alle Fahrgäste zu jedem Zeitpunkt sicher und gut begleitet fühlen. Das umfassende Sicherheitskonzept des Unternehmens funktioniert am besten, wenn alle gemeinsam hinsehen und handeln – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Aus diesem Grund gelten folgende Grundlagen, wenn es im Zug zu einer akuten Bedrohung oder einem Übergriff kommt: In Sicherheit bringen: Bei einem direkten Angriff sofort die Situation verlassen und den Wagen wechseln. Direkte Verbündete suchen: Wer Zeug:in wird und nicht sofort Personal erreicht, spricht andere Fahrgäste gezielt an, um gemeinsam lautstark für das Opfer einzutreten. Wagennummer merken: Die Wagennummer (innen über der Tür oder außen am Fahrzeug unten) sowie Linie und Uhrzeit für die spätere Meldung notieren.

 

Gezielt Hilfe holen und Vorfälle melden – der Vier-Punkte-Plan:

 

Konflikt oder Notfall im Zug: Zugpersonal informieren
Erster Schritt ist der Versuch, das Zugpersonal zu informieren. Die Teams an Bord sind speziell für die Deeskalation und den Umgang mit brisanten Situationen ausgebildet.
Bei Gefahr nehmen die Mitarbeitenden umgehend Kontakt mit der Leitstelle auf und veranlassen, dass Polizei oder Feuerwehr informiert werden. Im medizinischen Notfall wird Erste Hilfe geleistet. Den Anweisungen des Personals ist immer Folge zu leisten.

 

Kein Personal in der Nähe: Fahrgasthilferuf betätigen
Falls kein Zugpersonal in der Nähe ist, hilft der „Fahrgasthilferuf“. Ein so gekennzeichneter Rufknopf befindet sich in jedem Türbereich der Züge. Er verbindet direkt mit dem Lok­personal, das sofort alle weiteren Maßnahmen einleitet.

 

Akute Gewalt oder Bedrohung: Polizei-Notruf 110 wählen
Wenn Zeugen oder Opfer eines Gewaltverbrechens durch einen offenen Versuch der Kontakt­aufnahme zusätzlich in Gefahr geraten: Möglichst unauffällig den Polizei-Notruf 110 wählen.

 

Vandalismus und andere Straftaten: Vorfälle melden
Wer Zeuge einer Straftat wird, Vandalismus entdeckt oder Hilfe benötigt, kann sich an folgende Stellen wenden: Personen am Bahnhof vor Ort: Aufsichtspersonal, Sicherheitskräfte, Mitarbeitende der DB Service Stores oder der Fahrkartenausgaben. Hotline der Bundespolizei: Rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel. 0800 6 888 000.

 

Gut zu wissen

Videokameras sorgen für mehr Sicherheit
Zum Schutz der Fahrgäste und zur Verhinderung sowie Aufklärung von Straftaten sind in den Zügen Videokameras installiert. Das auf­gezeichnete Videomaterial wird aus Datenschutzgründen für 72 Stunden gespeichert und nur von der Polizei gesichtet.

Mehr Service durch Doppelbesetzung
Im Rahmen eines neuen Pilotprojekts sind die Teams auf ausgewählten Strecken und Ab­schnitten zeitweise in Doppelbesetzung unterwegs – um für noch mehr Service und Präsenz vor Ort zu sorgen.

 

Handlungsempfehlungen und Hilfsmittel für Fahrgäste bei der S-Bahn Berlin

S-Bahnzüge sind mit Sprechstellen ausgestattet. Über diesen Fahrgasthilferuf (meistens direkt neben den Türen platziert) können Fahrgäste bei Notfällen Kontakt zur Sicherheitszentrale aufnehmen. Diese leitet die entsprechenden Maßnahmen ein. Wer lieber nicht sprechen möchte, kann texten: Via WhatsApp deckt der Chatbot Emil neben Kund:innenservice auch die Bereiche Sicherheit und Ordnung ab. Einfach „Hallo!“ an die +49 (0)30 297 12971 senden und „Sicherheit“ auswählen, um mit der Sicherheitsleitstelle in Kontakt zu treten. Grundsätzlich gilt auch für Fahrten mit der S-Bahn: Wer eine Straftat beobachtet oder eine unmittelbare Gefahrensituation erlebt, sollte unter 110 die Polizei rufen.

 

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